KreuzKünstlerin Annakee

 

Manche sagen ich bin eine Träumerin, manche, ich sei unrealistisch, manche, ich wäre verrückt, manche lieben mich für meine Kreativität und wärmende Nähe und andere wollen all dies nicht. Alle haben Recht...!

Ich bin gern Närrin oder auch ganz still und tief. Wenn die Menschen wieder beginnen zu träumen, sich berühren lassen von dem was lebendig ist, was tief in ihnen schlummert, dann ist da echtes Glück!

Wir brauchen nicht viel, aber das wichtigste fehlt oft... und es sind nicht noch mehr materielle Reichtümer oder perfekte Erfolgswege. Es braucht mehr Mut zu Unperfektheit, menschliche Nähe und eigenem Schöpfen. Entfernen wir uns ein Stück von der * Realität * und finden in der Lücke dazwischen, was echten Wert besitzt...

Vita & Persönliches

Annakee regt zum Thema ursprünglicher Weiblichkeit in ihren Werken & Kreativkursen an. Aus ihren vielen Reisen in Südamerika bringt sie eine intensive Verbindung zu Natürlichkeit, Botschaften aus Traumvisionen und weibliches Mysterium mit. All dies fliesst spürbar in ihren Bildern.

Ihre Visions-Bilder erinnern an eine Reise ins Unbekannte. Sie lebt was sie malt und das macht nicht nur ihre Bilder authentisch. Ang eregt, aus ihren mehr als 20 Ländern bereisten, hautnahem Erleben zu Natur & Mensch, bietet sie Werke & Malunterricht in einer einzigartigen Mischung aus Fantasiemalerei, Visionen & Naturvolk Symboliken an. Wilde, natürliche Schönheit, Weiblichkeit & Mystisches, fließen in ihren Bildern. Vor allem die native Americans & pueblo Indians in Nord/Südamerika inspirierten sie. Naturverbundenheit, alte Mythen & Symbole dienen als Bilder Schlüssel.

Als 3 jährige erste Bekanntschaft mit dem Pinsel machend, lernt Annakee in der Grundschulzeit viele Maltechniken, Potrait, Körper, Landschaften und Stilleben kennen. Jährlich erhält sie Auszeichnungsförderung und fährt zu mehrwöchigen Ferien Intensiv Maltrainings. Als junge Erwachsene vertieft sie Körper, Potrait- und Kompositionsmalerein im 4 Jährigen Studium für Modedesign, des Berliner Studienganges für Kunst/Kultur/Design an der FHTW. Ein halbjähriges Auszeichnungsstipendium für das Praktikum 1996 in den USA, New York City von der CDG gesponsert, bringt Annakee erstmals an ihre nun folgenden wiederkehrenden Reisen um die Erde. Das Studium beendet sie 1998 mit bester Note und arbeitet als Designerin für Fremd- und Eigenlabels.

Annakee stellte seit der Eröffnung 2008 des Ateliers MALiTAO ihre erste Galerieserie "wilde Orchidee, Musen der Isis und andere Wildpflanzen" in Eigen- und Fremdausstellungen aus. Sie ist Mitglied bei "Kunst-Leben", "Kunst für Alle", "Kultnet", "das Auge" und "Elfwood" (England). 2009/10 arbeitet als kreative Trainerin mehrmals wöchentlich in der Berlachschule Berlin, ein Förderzentrum für Berliner Kinder im Grundschulalter.

 

Vita, lange Version & Reisen:
1.Teil Ausführliche Vita, Werdegang der Künstlerin

Ersten Mal-Schritte

1975-1993

Geboren am 24.01.1972 in Brandenburg, beginnent Annakee mit ihrem 3. Lebensjahr zu malen und zeichnen. Sie studiert Natur, Tiere, Menschen und Objekte. "Das Huhn im Ansturm" (von ihr so bezeichnet), das als Kindergartenzeichnung entstand, wandert in die Schulbücher für Kinder Gärtnerinnen Ausbildung, als Beispiel der Wahrnehmungsfähigkeit 3-jähriger Kinder. Es ist ein späktakulär lebendiges Huhn von vorn beim losrennen gezeichnet.

Zunächst übt Annakee die realistische Malweise, wobei sie sich immer wieder in den Wald setzt, um dort gesehens abzuzeichnen. Oft geht sie in ihrer Vertieftheit mit ihrer Umgebung der Gruppe verloren, da sie einfach sitzen bleibt, wo es ihr gefällt und im Sand verträumt malt. Für die Gruppenleiterin ganz und gar nicht einfach, hatte Annakee sehr früh ihren eigenen Willen mit einer besonderen Sicht auf die Welt. Immer tiefer nähert sie sich der emotionalen Malerei und übt Zeit ihres Lebens verschiedene Techniken in unterschiedlichen Schulen und Workshops.

In der Grundschule der Hans-Beimler-OS in Brück, wurde ihre Begabung schnell erkannt und in bezirkshöheren Malklasse in Belzig trainiert. Acht Jahre intensivstes Training der realistischen Malerei folgen, vor allem Natur, Portrait und Figur, sowie regelmäßige Auszeichnungen für Messeexponate und jährlich wiederkehrende Sommercamps, ein Programm der hochbegabten Förderung der DDR für gesamt 20 Schüler.

Es folgt eine Textil- und Schneideausbilung in Glauchau und Treuenbrietzen. Das Abitur holt sie in Belzig auf dem 2. Bildungsweg nach, welches 1993 abgeschlossen wird. In dieser Zeit kommt Annakee erstmals mit der beruflichen Seite in Kontakt.

Das Studium

1994-1998

Nach dieser Zeit folgte das Studium in Kunst/Kultur/Design, Fachausrichtung Modedesign in Berlin an der FHTW. In dieser Zeit erlernte Annakee genaueste Studien über Aktmalerei, Collagetechniken und themenbezogenes Arbeiten. Sie erwarb sich eine selbständige Arbeitsweise und erhielt ein halbjährig finanziertes Auszeichnungs-Stipendium nach New York City, USA, von der CDG (Carl Duisberg Gesellschaft, Stipendienvergabe Deutschlands für Praxissemester im Ausland, 50 Teilehmer). Nicht nur in ihrer Fachausrichtung der Mode an der Fashion School of NYC sich weiterbildend und zeichnend, sondern im Hinblick ihrer bald folgenden Abschlußarbeit Ideen sammelnd, fand sie ihr Thema: Urban Indians (urbane Stadtindianer). Dass dieses Thema sie weitaus länger als nur für ihre Diplomarbeit begleiten sollte, wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Praktikum USA und Diplom

1996-1998

Im Selbststudium besuchte sie nun fast wöchentlich die dortigen Museen und Galerien für die Nationalgeschichte der USA. Das „Museum of National History“ vor allem, bot regelmäßige Ritual- und Lifetänze der native Amaricans (einheimische Indianer). Fasziniert und tief berührt beschloss sie daraufhin, nach ihrem Praxissemester nach Arizona zu fahren, um dort direkt in den Kontakt mit der Natur und den Natives zu kommen. Einen Monat verweilte sie reisend im Südwesten der USA, in Kalifornien, Utha und Arizona. Sie studierte direkt zum anfassen Höhlenmalerei, zeltete viele Nächte im Grand Canyon, erfuhr über einheimische Geschichten und ließ sich von der atemberaubenden Weite und Kraft der Erde inspirieren.... Den Sternen so nah, das Auge so weit wandern lassend, viel sie in tiefe Liebe zu den native Americans, zu ihren Legenden, Mythen, ihre Verbundenheit zu Mutter Erde und ihrem andersartigen Aussehen. Sie zeichnete Landschaftseindrücke, Gesichter der Natives und hörte viele Legenden. In merkwürdigem Zauber dieser anderen Welt, kehrte sie nach 7 Monaten zurück nach Deutschland und nichts war mehr, wie es vorher war...

Ab diesem Moment, begannen ihre immer wiederkehrenden, weiten Reisen in entlegenste Winkel der Erde und auch Europa. Hin zu den Menschen mit einer besonderen Erd- und Ritualverbundenheit, bis sie selbst Ritualtänze vor 10 Jahren erlebt und mit eigenen Trancetänzen begann. Diese mehrtägigen Ritualtänze sind seitdem jeden Sommer fester Bestandteil ihrer inneren und äußeren Reisen.

Doch zunächst folgte der Abschluss ihres Studiums mit dem Thema: Urban Indians, zu dessen Modenshow Ankündigungen in der Berliner Zeitung erfolgte und sie diese 2 malig aufführte, aus zu großem Andrang und Platzmangel für das Publikum. Auch tv-Berlin ließ es sich nicht nehmen, in den Abendnachrichten zu berichten. Ein voller Erfolg, gekrönt mit der Bestnote im Diplomzeugnis und Zeitungsartikeln im internationalen Trendscout, entließen Annakee Ende 1998 in ihre kreative berufliche Laufbahn.

Start ins Berufsleben

1999-2004

Nur kurz in Fremdfirmen arbeitend, eröffnete sie mit Beginn 2002 ihr erstes, eigenes Atelier, um dort themenbezogene Kleidung für Künstler herzustellen. Bands wie Linientreu, Auftraggeber wie Sony, Boxer wie Klitschko oder Schauspieler wie Till Schweiger waren zu Gast. Doch trotz ihres stetig wachsenden Erfolges, spürte sie eine andere Stimme in sich mahnend, diese Richtung nicht weiter zu gehen, sondern sich komplett der Malerei zu widmen. Nach Drei Jahren gab sie ihr Atelier auf und begann einen neuen Weg: den der erwachenden Künstlerin Annakee.

In dieser Zeit der Aufgabe ihres Modeateliers hin zum Weg einer Malerin, folgen drei Jahre des suchens und sich selbst kritisch hinterfragend, was Sinn und Zweck ihres Lebens sei. Sie nimmt eine Arbeit als Kursleiterin für Zeichnen und Malerei bei Förderband e.V. auf, entwickelt erste Konzepte und Werbung für ihre Laufbahn als Künstlerin, nimmt eine Ausbildung als schamanische Heilerin im Jathoria (House of Shaman) auf und konzentriert sich vor allem auf ihre weiten Reisen.

Wandel zur Künstlerin, viele Reisen

2003-2009

Zunächst fliegt sie nach Südamerika, nach Argentinien, wo sie erstmals mit spanischen pueplos (südamerikanische Indianer) in Kontakt kommt. Da sie noch nicht die Sprache kann, bleiben visuelle Eindrücke als stärkste Kommunikation haften. Als sie 2006 wieder nach Südamerika reist, kann sie inzwischen die Sprache sprechen und fliegt zuerst nach Brasilien. Dort trifft sie auf Einladung den Wunderheiler Joao de Deus, wo sie mehrere Wochen bleibt und Techniken in tiefe meditative Zustände erhält. In dieser Zeit entstehen die ersten Visionsbilder, die typischen fließenden Linien und mehrdimensionalen Schichten im Bild. Selbst überrascht und begeistert folgt eine Serie dieser neuen inneren gemalten Bilder, die ab nun die Unverkennbarkeit ihrer Werke bilden wird.

Annakee´s Südamerika Reise führte sie weiter nach Bolivien, mit Höhenkrankheit und Fieber am Tittikakasee verweilend, einer bizarr, schönen Landschaft, geprägt von vulkanischer Magie. Die Menschen dort sind extremen Naturgewalten ausgesetzt, nicht nur die Höhe, die sie zu spüren bekommt, mit dem geringen Sauerstoffgehalt, sondern auch die extremen Temperaturschwankungen – wie im Grand Canyon – Tags sommerlich warm und Nachts eiskalt wie im Winter. Heizung kennen die Menschen dort jedoch nicht und sehen Annakee nur mit fragenden Gesichtern an. Sie haben ja "Pacha Mama" (Mutter Erde) die sie stets wärmt und beschützt, warum sollten sie frieren? Und tatsächlich, sie sehen sich als Teil von Pacha Mama und sehen ihr sehr ähnlich. Diese Gesichter sind markant und ledern wie ihre Umgebung, Furchen im Gesicht wie die Flüsse in den Bergen und eine mystische tiefe in den Augen verrät ihr, diese Menschen fühlen und empfinden die Erde anders als wir. Aus unerklärlichen Gründen, frieren sie nicht und selbst die kleinsten Kinder laufen halbnackt bei Jackentemperaturen auf steinigem Boden. Sie lachen oder schauen scheu zur Seite. In die Seele des anderen zu schauen, wird dort auf sehr vorsichtige und respektvolle Art gemacht. Wie ein umwerben und Tanz, wird immer wieder weg geschaut, als Zeichen der Achtung, in nicht zu starren Blick, Augen Begegnung fließend einzuleiten.

Die kreative Visionärin erwacht

2006

Diese Zärtlichkeit der Begegnung der Pueblos untereinander wird nicht nur mit den Augen an so vielen Stellen anders als wir es kennen betrieben und so lässt auch Annakee über ein zärtliches streicheln des Blattes zunächst ihren Stift nur hauchzart anreißen, was sich als Bild kristallisieren mag. Es ist mehr ein anbieten und offenes abwarten, was Blatt und Stift zusammen kreieren wollen, nicht zu sehr zu manipulieren aus dem Wunsch es „schön“ malen zu wollen. Das passiert von ganz allein, denn während sie gedankenversunken malt und den langsamen Bewegungen des Stiftes zusieht, stellt sich etwas ein, tiefe Liebe und Verbundenheit zu dem was kommt, was eine Trance bewirkt. So natürlich wie das fließen der Flüsse stellt es sich ein und dauert so lange das Bild eben braucht, selbst wenn es Stunden sind.

Als sie weiterreist nach Peru, Cusco, der Stadt des „Inti Raymi“ (3 Tage Sonnengott Tanzritual) erlebt sie eine völlig andere Welt. Straßenfeste, laute Musik, rhythmische gleiche Bewegungen hunderter Menschen in farbenprächtigsten Kostümen aus ganz Südamerika angereist, geben ihr einen lebendigen Eindruck einer anderen Art zu Leben. Nur wenige hellhäutige Touristen haben sich hierher verirrt, nach Cusco, der Stadt im Tal inmitten der Anden. Eindrucksvolle Kunst der Pueblos sieht sie auch in Museen, Galerien und auf den Märkten ihrer Straßen.

Am tiefsten berührt sie der Besuch einstig historischer Plätze wie Sacred Valley, Sacsayhuaman, Machu Picchu, Inca Trail, Wyna Picchu. Auch die Fahrten durch die Anden spiegelte ihr diese Andersartigkeit in Natur und Zeitempfinden wider. Immer wieder wird sie von starken inneren Visionen an diesen Orten heimgesucht, innere Filme laufen ab und verraten ihr Geschehnisse dieser Orte, die sie nicht wissen kann. Als sie Einzelheiten der Historie hinterfragt, werden ihr die gleichen Fakten als echte Ereignisse geschildert. Langsam begreift Annakee, dass sie eine Gabe des inneren Sehens besitzt. Ausgelöst durch ihre intensiven Reisen, an Schauplätzen intensiver emotionaler Geschichten, später einfach in tiefer Begegnung mit Menschen, hat sie nun nicht nur Zugang zu ihren eigenen Seelenbildern.

Weitere magische Momente erlebt sie, beim Anblick der 4000 Meter hohen Berge. Als würde die Zeit stehen bleiben, so langsam wirken die Bewegungen der Tiere und Menschen darin. Als ob die Natur sagen würde: „Sieh, wie groß und stolz ich bin! Sieh, die richtige Relation, die du zu mir hast. Willst du mich wirklich verletzten, ausnutzen, beschmieren oder verlachen ohne zu glauben ich sähe und spüre es nicht? Sicher, oft hast du mich nicht so gesehen, doch nun sieh her, spüre was es heißt ein Teil von mir zu sein!“

Wie sehr Annakee ein Teil von all dem wurde, spiegeln ihre Werke. Die weisse Indianerin drückt in ihren Bildern und Geschichten diese fühlbare Innigkeit und Schönheit von Erde und Mensch aus. Auch der Sorgfältige Umgang mit Traumbotschaften gleicht eher dem, wie die Indios ihn pflegen: als Botschaften von Wakan Tanka (großer Geist), welcher nur im Traum und in Visionen zu den Menschen spricht. All diese Erfahrungen, die tiefe Stille, das respektvolle Miteinander und die atemberaubende Weite der Canyons fließen in ihre Werke.

 

2.Teil Ausführliche Vita, Arbeiten der Künstlerin

 

Erster Werkzyklus: "Wilde Orchidee"

2006-2009

"Was wäre, wenn die Frau von heute nicht nur stark, sondern auch unendlich zart und weich wäre?"

In der Zeit mehrerer Südamerika Reisen von 2004 bis 2008 entstehen ca. 40 Skizzen zur Themenreihe "Wilde Orchidee, Musen der Isis". Angeregungen findet Annakee in den Anden - Peru, Arizonas - Grand Canyon - USA und den Vallay Paradiso - Brasilien. 2009 sind bereits 10 Leinwandbilder in unterschiedlichen Größen von einem Meter bis hin zu 2 mal 2,5 Metern umgesetzt. Aus den würdevollen Gesichten der Pacha Mamas (Symbol f. d. Mutter Erde in Südamerika) und Begegnungen dieser Menschen, strömen Vison durch Annakee in ihre Kreationen.

"Wild" ist hier nicht als laut und hysterisch zu verstehen, sondern im Sinne der Natürlichkeit und Lebendigkeit einer jeden Orchidee, als Symbol für die Frau wenn sie sich nach ihrer ureigenen inneren Anlage entfaltet. Das zugrundeliegende Thema behandelt die gesunde Weiblichkeit, in ihrer Kraft, Zartheit, Mystik und Weichheit in Form fließender Linien, zentrierter Bilkomposition und harmonischem Farbspiel.

Es laufen aktuell Ausstellungen zu dieser Skizzenserie und Leinwandbildern. Der Werkzyklus wird weiterhin fortgesetzt.

Auseinandersetztung mit der Realitätin DL

2008

Nicht die Menschen, die wir hier so oft erleben, gehetzt von Terminkalendern, wichtigen Meetings und missachtendem Respekt zueinander sprechend, sondern diese einfachen Pueblos oder Natives, den Indianern auf der anderen Seite des Kontinents und Menschen, die in diesem Weg leben, haben Annakee zudem werden lassen was sie heute in ihrer Kunst ausdrückt: Wärme, Lebendigkeit, Tiefe und Mystik. Im Weg der Indians fand sie die besondere Liebe und Zuneigung, die ihr hier oft fehlt und schenkte ihr das tiefe Vetrauen in das Zusmmenwirken von Pacha Mama (Mutter Erde) und Wakan Tanka (großer Geist) zurück. Der Glaube an das wahr werden von eigenen verborgenen Mythen der Seele, lebt sie uns als Mensch und Künstlerin lebendig vor.

Unter die Lupe genommen wird in ihrer neuen Arbeitsreihe der enorme Verfall sämtlicher Menschlichkeiten und unglauben in das Mysterium, der Quelle des Seins. Die umgreifende Aggressivität und Verachtung, Schändung, Zerstörung von Gütern, Respektlosigkeit vor Fremden, besonders der Jugend in den Großstädten. Warum diese Aggressivität vor allem in den heutigen Hochkulturen zu finden ist, deutet Annakee in der zunehmenden Vernachlässigung der Zwischenmenschlichkeit. Wer seinen Wert nicht kennt, kann ihn in anderen nicht erkennen.

In den ärmsten Ländern, kann man sich Luxusgüter wie Fernseher, Computer, Gamespiele und das fortbleiben der Eltern von ihren Kindern nicht leisten. Wissen sie vielleicht was echten Wert besitzt, gerade weil sie Materielle kaum haben? Der Familienhalt ist weit größer und fordert nicht nur Pflichten ein, sondern verbringt viel Zeit miteinander, integriert die Menschen miteinander, ob sie arbeiten, essen, Freizeit gestalten, sie tun es gemeinsam. Könnte es sein, dass sie glücklicher sind? Kennen sie ihren menschlichen Wert? Und könnte es sein, dass das gefühlte Glück, sichtbar in ihren Augen und ihrer natürlichen, unmaskierten Art, sie zufriedener sein lässt mit dem was sie haben, ohne das Bedürfnis nach immer mehr materiellen Reichtum zu streben, weil sie sich in Verbindung mit der Erde und den Menschen fühlen?

Ein neuer Werkzyklus beginnt

2009

Annakee bereiste inzwischen mehr als 20 Länder, allein 10 in Nord und Südamerika, in denen sie ihre perönlichen Malstudien fortsetzt. In ihren letzten beiden Reisen, die sie diesmal in Europa verweilen ließ, besuchte sie 2008 griechische Kultplätze in Verbindung eines Sommercamp Kunsttherapie Seminar: „Jeder Mensch ist ein Mythos“ in dem es um rein emotionale Malweisen ging.

Im Sommer 2009, reiste sie nach Italien, der Tempelanlage von Damanhur, und nahm an einem Mystikschul-Training teil. Der Besuch der „Temple of Humankind“ (Tempel der Menschheit) sind unter die Erde eingeschlagene Räume, gleich einer Ägyptischen Pyramide mit sich öffnenden, zunächst unsichtbaren Gängen und phantastischen Wandmalereien. Mystische Symbolsprache der Ägypter, von Atlantis, Mu und unserer europäischen Geschichte der Menschheit sind in Mandals, realistischer und phantastischer Malweise wiedergeben. Gemalt von aktuellen Künstlern wie Falco oder Alex Grey, werden Lebensweisen, Kunst und Rituale vergangener und heutiger Lebensweisen dargestellt. Die Menschen die dort leben, indem sie Bräuche, Kunst, Rituale und Menschlichkeit miteinander integrieren, leben ähnlich wie die Pueblos in Südamerika.

Inspiriert von diesem Besuch und der in allen Kulturen verwendeten Verschlüsselung von Informationen durch Symbolsprache, wird die Idee einer langen Arbeitsserie geboren, die hier noch nicht preisgegeben wird.

Durch Damanhur, der Verflechtung südamerikanischer native/tribal Malweisen und aktueller Problematik unserer Zeit, wird derzeit eine neue Großstadt inspirierte Bildserie entstehen. Der eue Werkzyklus widmet sich dem Thema: "Die falschen Masken...".

Der gefühlte Schrei nach Befreiung und der Wunsch nach einer anderen Lebensform, den die Künstlerin wohin sie auch geht in einer Metropole wie Berlin wahr nimmt, ist nicht zu übersehen. Beschmierte Wände, Müll und Zigarettenstummel, mutwillig zerstörte Plätze, laute Fäkkalsprache und absichtliches ignorieren Hilfebedürftiger, sind nur einige dieser sichtbaren Indizien für die fehlende menschliche Zuwendung. An ihren Werken liegt ihr nicht allein das Widerspiegeln tagtäglich erlebter Ist-Situation Berliner Strassen am Herzen, sondern, im zurückgreifen auf alte Kulturen und naturverbundene Völker, das zeigen jeder zugrunde liegenden Schönheit aller Dinge, sogar im Verfall, denn auch er wird dem mystischen Ursprung des Seins zurück geführt.